Die bisher erschienenen und ein Ausblick auf künftige Bücher.

Der Roman Das Eigentliche (Droschl, Graz) wird ab 1. Februar 2010 im Handel sein.
Dieser Roman handelt vom deutschen Leiden an der Nazi-Vergangenheit. Er ist also ganz und gar kein historischer Roman, sondern einer über das Heute. Woher dieses Leiden rührt, ist bestens bekannt, seine Äußerungsformen jedoch sind vielfältig. Darum ist dies zugleich ein Roman über die mittleren Jahre des Lebens, über die Zeit, wenn die Gewißheit abhanden gekommen ist, daß man auf dem richtigen Weg durch die Welt geht, und es ist ein Roman über die Einsamkeit ebenso wie über die Freundschaft.
Mein Lektor schlug vor, noch dazuzuschreiben, daß der Roman auch vom Wetter handelt, aber das stimmt gar nicht.
Treffen sich zwei. Roman
Graz: Droschl 2008. 238 Seiten, 19 Euro.
"... da wird von einem rührenden Glück zweier Tölpel erzählt ... Und endlich kann ich mich mal lesend mit einer geglückten Liebe amüsieren, und zwar nicht unter meinem Niveau." (Jörg Drews, Tages-Anzeiger und SZ)
"Die Sprache fährt (...) vom ersten Satz an Achterbahn. (...) Iris Hanika hat das rhetorische Mittel des Pathos für die Liebesprosa entdeckt, ein beständiges Fallen aus der Leseerwartung, das sich ergibt, wenn man Pop und Pathos auf gut Glück aneinandersetzt." (Ingeborg Harms, F.A.Z.)
"Die Zärtlichkeit, mit der menschliche Schwächen beschrieben sind, die Direktheit, mit der die Autorin Worte beim Schopf packt, das raffinierte Spiel mit den Emotionen ihrer Protagonisten, die Übertragung erotischer Bewegungen auf die Form des Romans, machen dieses Buch zu einer der schönsten Liebesgeschichten der letzten Jahre." (Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur)
Ein Liebesroman, in dem es nur um Das Eine geht und in dem es trotzdem keine einzige der in solchem Zusammenhang erwartbaren Stellen gibt.
Auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2008.
Einige Rezensionen: Tages-Anzeiger (gleichlautend in der SZ-Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse 2008); F.A.Z.; Deutschlandradio Kultur; taz; FR
Die Übersetzung ins Französische ("Une fois deux") ist im Herbst 2009 bei Les Allusifs erschienen. Eine Übersetzung ins Spanische ist in Arbeit; sie wird bei Salamandra erscheinen. Die Rechte für Litauen wurden von Gimtasis Zodis gekauft.
Die Wette auf das Unbewußte oder Was Sie schon immer über Psychoanalyse wissen wollten
Frankfurt am Main: edition suhrkamp 2006 (es 2457). 173 Seiten, 9 Euro.
In gemeinsamer Arbeit mit der Psychoanalytikerin Edith Seifert ist eine angenehm zu lesende Einführung in die lacanianische Psychoanalyse entstanden, die die Psychoanalyse von beiden Seiten der Couch beleuchtet: aus der Sicht der Analytikerin und aus der der Analysantin. Warum die hier mit "t" geschrieben wird und nicht mit "d", wie es die Rechtschreibwörterbücher (alte wie neue) vorschreiben, wird man aus dem Buch ebenso erfahren wie, warum man die Analyse selber bezahlen muß und was die lacanianische Psychoanalyse von anderen Schulen unterscheidet. Einen Auszug aus dem Buch finden Sie hier. (In diesem Text wird die Hysterikerin beschrieben; es ist der einzige irgendwie literarische Text des Buches und leitet Edith Seiferts Theorie-Kapitel ein, weil es schließlich die Arbeit mit Hysterikerinnen war, die Freud geholfen hat, die psychoanalytische Methode zu entwickeln.)
Rezension: Gehirn & Geist
Eine ausführliche, würdigende Zusammenfassung gibt es hier ab Seite 90.
Musik für Flughäfen. Kurze Texte 
Frankfurt am Main: edition suhrkamp 2005 (es 2404). 123 Seiten, 8,50 Euro.
Dieses Buch besteht, ähnlich wie "Das Loch im Brot" (s. u.), aus ganz verschiedenen, meist kurzen, teils etwas längeren Texten. Nur handeln sie nicht allein von der Wirklichkeit, vielmehr gibt es Ausflüge in die Fiktion. Eröffnet wird der Band mit dem Text Was ist der Mensch?. Es geht viel um die Liebe sowie allgemein um das Liebesleben unter den Bedingungen von Großstadt, Hysterie und Völkerwanderung.
Rezensionen: intro; Berliner Zeitung; Deutschlandradio
Das Loch im Brot. Chronik 
Frankfurt am Main: edition suhrkamp 2003 (es 2438). 171 Seiten, 8,50 Euro.
"... ein geradezu unverzichtbares Brevier für die Forty-Somethings ..." (Thomas E. Schmidt, Die Zeit)
In diesem Buch ist ein Großteil der bis dahin erschienenen Chronik aus dem "Merkur" versammelt, dazu einige längere Texte (unter anderem Wir einsamen Frauen).
Einige Rezensionen: Die Zeit; Ossietzky (hier muß man weit nach unten scrollen zu "Scheiben vom Berliner Brot"); Frankfurter Rundschau
Berlin im Licht. 24 Stunden Webcam 
Herausgegeben von Stefanie Flamm und Iris Hanika. Frankfurt am Main: edition suhrkamp 2003 (es 2358). 264 Seiten, 10 Euro.
Eigentlich ein Kollektivroman.
Knapp drei Jahre lang, von September 1999 bis Juni 2002, warfen die "Berliner Seiten" der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" einen anderen Blick auf Deutschlands neue Hauptstadt. Die frisch errichteten Regierungsbauten streifte er durchaus, doch gleich ging er weiter in die Seitenstraßen, wo es Wärmestuben gibt und Kunstgalerien, wo Spielplätze sind und die Leute ihr Gesicht in die Sonne halten, wenn sie scheint, wo Beziehungsgespräche geführt werden und Hunde sich ineinander verbeißen, wo die einen für Jesus demonstrieren und die anderen gegen alles, was ihnen gerade aufstößt, wo die einen sich selbst zum Essen einladen und die anderen sich keine Konserven leisten können. Auf diesen Dingen blieb er haften, und die tägliche Kolumne "Webcam", eine eigens für die Berliner Seiten entwickelte Form, hielt das Gesehene fest. Weder kommentierte sie, noch beurteilte sie. Aus der Präzision bezog sie ihren Charme. Für dieses Buch wurden die besten Webcams ausgewählt, um einen Tag in Berlin zu erzählen. Er beginnt um 6.30 Uhr an einer Imbißbude an der Torstraße Ecke Alte Schönhauser Straße und endet um 5.37 Uhr am nächsten Morgen in einem Techno-Club. Über fünfzig Autoren, ein Fotograf und ein Zeichner haben dazu beigetragen.
Unter der Überschrift Berliner Leben finden Sie eine Webcam auch auf dieser Homepage.

Katharina oder Die Existenzverpflichtung. Erzählung.
Berlin: Fannei & Walz 1992. 167 Seiten.
Dieses Buch ist nicht mehr regulär lieferbar, aber über die Berliner Autorenbuchhandlung (autorenbuchhandlung(at)t-online.de, Tel.: 030-313 01 51, Fax: 030-313 38 89) zu beziehen.
Die einen fanden dieses Buch einen "prima Pubertätsroman", die anderen, daß es West-Berlin gut eingefangen habe. Viele Leser hat es leider nicht gefunden, aber vielleicht ändert sich das ja noch. Zwei kurze Auszüge gibt es hier: Katharinenextrakt.
